dein WARUM – deine Herzensangelegenheit

deine WARUM diene Herzensangelegenheit

Die Kernfrage zum Thema emotionale Mitarbeiterbindung ist: Wie gewinnst du das Vertrauen von Menschen? Wie schaffst du es, dass sich dienen Mitarbeiter mit deinem Unternehmen emotional verbunden fühlen?  

Die Antwort ist: In dem du sie emotional mitnimmst. 

Da schließt sich die Frage an: Wie schaffst du es Menschen emotional mit zunehmen?

Die Antwort ist: Indem du ihnen die Möglichkeit gibst, sich mit einem tieferen Sinn, mit menschlichen Werten zu identifizieren.
Der tiefe Sinn, die menschlichen Werte finden sich in dem WARUM deines Unternehmers – in deinen WARUM – wenn du der Gründer oder Inhaber bist.

Vielleicht denkst du gerade: Mein Sinn, mein WARUM ist es Gewinne zu erzielen, damit ich davon meine Familie ernähren kann und meine Mitarbeiter bezahlen kann.
Natürlich ist das auch richtig. Aber das reicht nicht, um Menschen nachhaltig emotional zu erreichen. 

Deine Mitarbeiter brauchen einen emotionalen Grund, einen echten Sinn um sich mit deinem Unternehmen zu identifizieren.
Ein solcher Sinn ist eine Antwort darauf, WARUM du oder ein anderer Mensch zum Unternehmer wurde. WARUM er oder sie dieses Unternehmen gegründet hat, um das Leben von Menschen besser zu machen. Das ist ein individueller Grund, der über den reinen Nutzen der verkauften Produkte hinausgeht. 

Lass mich das am Beispiel Kodak illustrieren:

Kodak – bei dem Namen denken die meisten Menschen sofort an die Farbfilme aus der Zeit der Analogfotografie. Für ein paar alltägliche Fotos zuhause, reichten vielleicht die günstigen Filme, aber war man im Urlaub wollte man sicher gehen. Die Urlaubsfotos sollten richtig gut werden. Wollte man noch lange danach Freude an der schönsten Zeit des Jahres haben und die Freude neidisch machen – dann musste es ein Film von Kodak sein. Ähnlich angesagt waren auch die Kameras, die Kodak verkaufte.

Noch heute kleben an vielen Souvenirläden und Kiosken die dunkelgelben Aufkleber der Marke Kodak. Sie waren der Marktführer der Analogfotografie.

Nur: Heute in der Zeit der Digitalfotografie spielt Kodak kaum noch eine Rolle.  

Was war passiert?

Kodak, gegründet im Jahr 1892, war absoluter Experte für die Herstellung von qualitativ hochwertigen Filmen für die Analogfotografie. 

Ihr Fokus war technisch ausgerichtet. Ziel war es die Filme qualitativ immer weiter zu verbessern. 

Jahrzehnte lang war Kodak mit diesem Fokus weltweit an der Spitze. 

Schon in den 1960´er Jahren gab es die ersten Anläufe der Digitalfotografie. Auch Kodak machte die ersten Gehversuche mit der neue Technik. Doch sie entscheiden sich auf die (alt) bewährte Technik zu konzentrieren und vernachlässigten die Digitalfotografie.

Viele Jahre später trat die Digitalfotografie einen durchgreifenden Siegeszug an. 
Quasi über Nacht war das Geschäftsmodell von Kodak überflüssig.
So wie einst die CD die Schallplatte vom Musikmarkt verdrängte, gab es kaum noch Nachfrage für den Farbfilm, geschweige denn für Analogkameras. 

Wie konnte das passieren?

Kodak vernachlässigte die digitalen Entwicklungen in ihrem Kernmarkt. 

Technikverliebte Menschen hatten den Fokus auf ihre lange Jahre bewährte Technik gelegt.

Wie hätte das vermieden werden können?

Naheliegend ist die Antwort, dass sie sich weiter mit der Digitalfotografie hätten beschäftigen können. 

Aber vielleicht hatten sie dafür nicht die richtigen Mitarbeiter und haben so das Feld dem Wettbewerb überlassen. Vielleicht war es einfacher für sie sich im gewohnten Umfeld des bis dahin erfolgreichen Analogen aufzuhalten. Vielleicht hatten sie auch einfach nicht geglaubt, dass sich die Digitalfotografie durchsetzen würde. 

Ungeachtet dessen, hätte es ein starkes Motiv geben können, sich mit der digitalen Entwicklung weiter zu beschäftigen. Ein Motiv, für das sich aller Aufwand gelohnt hätte: Das Wohl des Kunden – das WARUM des Unternehmers.

Vielleicht lautete das WARUM des oder der Gründer 1892. „Wir entwickeln etwas, dass es den Menschen erleichtert in bester Qualität Fotos aufzunehmen und ihre Erinnerungen leicht und sehrlange in hoher Qualität aufzubewahren, um sich immer wieder auch auch mit anderen Menschen daran zu erfreuen.“ 

Vielleicht lag ihre Motivation darin, dass sie erlebt hatten wie traurig es ist, wenn die schönen Erinnerungen im Kopf verblassen, weil es nicht möglich war einen Fotografen mit in den Urlaub zu nehmen.
Oder sie hatten sich darüber geärgert, wie umständlich es ist mit einer Fotoplatte zu arbeiten, mit der man immer nur ein Bild aufnehmen kann.

Warum das WARUM gerade heutzutage so wichtig ist

Das komplexe digitale Zeitalter macht es erforderlich, dieses WARUM wieder auf den Punkt zu bringen.
Es dient als Kompass um in einer sich schnell verändernden Welt bei sich und seinen Werten zu bleiben. Zu groß ist der Wettbewerb und damit die Möglichkeit nicht ausreichend wahrgenommen zu werden.

Wie man am Beispiel Kodak sieht, verändern sich gerade im digitalen Zeitalter Geschäftsmodelle grundlegend. Wenn man zu lange wartet, dann kann die Entwicklung an einem Unternehmen vorbeilaufen und es ruinieren. Das WARUM gibst einem Unternehmen die Sicherheit auf dem richtigen Weg zu bleiben. 

Das WARUM ist ein Fundament – es gibt einem Unternehmen Sicherheit und eine Perspektive in der digitalen Zukunft. 

Genau das ist es auch, was Mitarbeiter brauchen um ihr Bestes geben zu können: Sicherheit und Perspektive. Ein singstiftendes WARUM wirkt wie ein Kleber – es ist der Grund warum Menschen einem Unternehmen treu bleiben. Ähnlich wie Fans, sind sie treu auch wenn es grundlegende Veränderungen gibt, oder wenn es mal schwieriger wird.

In diesen unsicheren Zeiten wird die Zukunft durch einen nachvollziehbaren emotionalen SINN und entsprechende Werte deines Unternehmens erleichtert. 

Dieser Sinn und die Werte stecken in dem WARUM des Gründers und / oder des Inhabers.
Das WARUM gibt als Kernmotiv des Gründers die strategische Richtung vor. Mehr noch: Das WARUM ist der wahre Wert eines Unternehmens.

Warum ist das WARUM der wahre Wert?

Wir leben in einer Zeit des absoluten Wettbewerbs. Menschen müssen Entscheidungen treffen warum sie dieses oder jenes Produkt kaufen. Gute Mitarbeiter müssen sich in der Vielfalt der Angebote entscheiden, welchem Unternehmen sie ihre wertvolle Zeit und Arbeitskraft zur verfügung stellen.

Vertrauen spielt in heutiger Zeit eine immer wichtigere Rolle. Vertrauen entsteht durch das WARUM. Es dient dazu sich am Markt einzigartig zu positionieren. Eine menschliche Positionierung, die wie ein Leuchtturm in einem sachlich getriebenen Marketing wirkt.
Die Folge eines echten WARUM ist, dass die Mitarbeiter zu treuen Fans werden und die Innovationsfähigkeit gewährleistet bleibt. Darüber hinaus werden auch Kunden zu treuen Fans.
Das WARUM transportiert Werte, die den Menschen die Möglichkeit geben, sich mit den Produkten und dem Unternehmen zu identifizieren. 


Die Zahlen von Gallup sind der Beweis für mangelnde Identifikation

Mitarbeiter, die sich mit einem Unternehmen identifizieren geben ihr Bestes. Immer weniger Menschen wollen nur Zeit gegen Geld tauschen. Sie wollen ein WARUM. 

Das es nur wenige Unternehmen gibt, die ein transparentes, emotionales WARUM haben, beweist die Statistik von Gallup:
69% der Mitarbeiter eines durchschnittlichen Unternehmen haben eine geringe emotionale Bindung
16% haben keine emotionale Bindung und nur
15% der Mitarbeiter identifizieren sich mit ihrem Arbeitgeber.
Wer sich emotional nicht oder wenig verbunden fühlt bleibt weit unter seinen Möglichkeiten.
Damit bleibt das Unternehmen weit unter seinen Möglichkeiten.
Die Ursache: das fehlenden transparente WARUM.

Damit ein WARUM seine Wirkung entfalten kann, muss  jedem bekannt sein – es muss in einem Leitbild manifestiert und jedem Mitarbeiter emotional bewusst werden.

Beispiele sehr erfolgreicher Unternehmer

Ein Beispiel welch enorme Kraft starkes WARUM entfalten kann ist das WARUM von Steve Jobs.
Es gehört zu seiner persönlichen Geschichte, dass er immer anders sein wollte.
Er wollte die Welt verändern. „think different“ war lange Zeit der Slogan seines Unternehmens Apple.
Erfolgreich wurde er, weil die Menschen, die für ihn arbeiteten, genau das selbe wollten wie er.
Wenn man so will, waren seine Mitarbeiter im Geiste „Brüder und Schwestern“. Alle hatten die selbe Vision von einer besseren Welt – durch ein anderes Denken.   

Steve Jobs Wettbewerber Bill Gates liebt es das Beste aus sich zu machen.
Seine Vision war es, dass es allen Menschen möglich sein sollte das Beste aus sich zu machen.
Er war sich sich sicher, dass ein kleiner Computer die Menschen dabei unterstützen kann.
Somit hat er seine Vision zum Leben erweckt, indem er bezahlbare und einfach zu bedienende Computer herstellte. Er wollte es möglich machen, dass in jedem Haushalt ein solcher Computer steht. Zu der Zeit als Bill Gates seine Vision entwickelte, gab es nur Großrechner, die sich nur größere Unternehmen leisten konnten. 

Dein WARUM ist deine sehr persönliche Herzensangelegenheit und damit nicht austauschbar. 

Bleiben wir bei dem Beispiel oben: Beide Unternehmen, Apple und Microsoft stellen Computer her. Bei genauerem hinsehen, unterscheiden sich beide Unternehmen doch klar und deutlich. Der Grund dafür ist ihr individuelles WARUM. 

Steve Jobst hat mit seinem starken Motiv anders sein zu wollen das iPhone entwickelt. Das iPhone ist kein Mobiltelefon, wie man sie vorher kannte. Das iPhone ist ein kleiner Computer mit dem man auch telefonieren kann. 

Bedenkt man, wie die Erfindung des iPhone unser Leben seit es 2008 auf den Markt kam veränderte, dann wird deutlich was ein WARUM zusammen mit den Möglichkeiten der Digitalisierung zu leisten vermag….