Über mich

Freiheit leben – mein WARUM

„Ich liebe es Menschen zu inspirieren, ihrer inneren Stärke zu vertrauen.  Je stärker sie werden, desto mehr beginnt ihr inneres Licht an zu leuchten. Mit diesem Leuchten inspirieren sie wiederum andere Menschen.“
Auf diese Weise verändert sich unser aller Leben Stück für Stück immer positiver.

Als ich mein WARUM das erste mal klar erkennen konnte, war es für mich wie eine Offenbarung.
Ich konnte verstehen was mich diese oder jene Entscheidung treffen ließ – nun kannte ich den Grund dafür, warum einige Entscheidungen für mich gut waren und andere nicht.

Mein WARUM war und ist schon immer der Kern meiner Motivation. Auch als ich mein WARUM noch nicht kannte, bestimmte es wie von Zauberhand mein Leben.
Und doch verändert die gewonnene Klarheit meine persönliche Strategie, mein Marketing und die Qualität meiner Arbeit sehr positiv.

Ich bin der festen Überzeugung, dass Unternehmenskulturen menschlicher werden müssen. Nur starke, inspirierte Mitarbeiter sind in der Lage Unternehmen so außerordentlich erfolgreich zu machen,  dass diese wiederum die Welt ein bisschen besser machen können.

Mir war es immer wichtig etwas Größeres, eine Bewegung zu schaffen, mit der WIR uns gegenseitig inspirieren und unsere Welt so zu einem besseren Ort wird.
Diese Bewegung habe ich „grossefreiheit.com“ genannt, da Menschen neben Inspiration einen `FreiRaum´ brauchen, in dem sie ihre Stärke entfalten können.

Der Weg meines WARUM:

Frisch in Paderborn, meinem Studienort angekommen, stand ich mit meinem Auto auf dem Domplatz und hörte im Radio einen Bericht über die Frage: „Was können wir tun, um zu dem Menschen zu werden, der wir sind.“ 

Dieser Bericht traf bei mir in Schwarze –   eigentlich wollte ich Schauspieler oder Sänger werden. 

Meine Eltern hatten einen anderen Plan – so machte ich eine Ausbildung zum Industriekaufmann. 

Obwohl mein Gefühl mir sagte, dass das nicht das richtige für mich ist, glaubte ich keine Wahl zu haben. 

Sicherlich in guter Absicht glaubte mein Vater, dass das was ihm gut getan hat, auch mir gut tun würde.

Der Bericht in meinem Autoradio machte mir bewusst, dass mein Glaube keine Wahl zu haben so nicht stimmte.
Dieser Bericht hielt mit vor Augen, dass ich jederzeit der werden kann der ich bin  – wenn ich es wirklich will. 

Mir wurde bewusst, dass jeder Mensch innerlich frei sein sein kann, sobald er selbst die Verantwortung für sich in die Hand nimmt. 

Darüber wollte ich mehr wissen und kaufte mir direkt mein erstes Buch zum Thema Psychologie.

In meiner Kindheit und Jugend drehte sich fast alles nur um die Selbständigkeit meines Vaters. Ohne jemals mit mir darüber gesprochen zu haben erwartete er ganz selbstverständlich, dass ich seine Firma übernehme. 

Doch ich war nicht wie er – mich inspirierten ganz andere Dinge.

Um nach der Ausbildung der gefühlten  „Zwangsjacke“ zu entkommen, überzeugte ich meinen Vater von der Sinnhaftigkeit eines BWL Studiums. 

So schaffte ich mir in Paderborn einen FreiRaum, um mich auf meinen eigenen Weg zu machen. 

Sporttrainier für Jugendliche – von anderen inspiriert

Weil eine Kommilitonin lernen wollte richtig zu sprinten, nahm ich sie mit in meinen Paderborner Sportverein. Dort übten wir eine Weile auf der Rundbahn.

Am nächsten Tag fragte mich unser Jugendwart, ob ich mir vorstellen könnte die Jugendlichen zu trainieren. Ihm gefiel die Art und Weise wie ich der Freundin das Sprinten beibrachte.

Obwohl ich vorher nie im Traum daran gedacht hatte, derartiges zu tun, wurde ich Jugendtrainer. 

Jemand hat etwas in mir gesehen, was ich selbst nicht gesehen hatte.  Er inspirierte mich, etwas zu tun, was meinem Leben eine neue Richtung gab. 

Vom Sportplatz in den Hörsaal – der nächste Schritt

Jetzt wusste ich, dass ich mein Studium dazu nutzen würde, etwas mit Menschen zu machen.
Marketing, sowie Personal- und Organisationsentwicklung passten dazu am besten und so wählte ich diese Fächer als Studienschwerpunkte.

Großes Glück hatte ich mit meinem inspirierenden Professor für das Fach Personal- und Organisationsentwicklung. Er ist noch heute darin aktiv, Unternehmenskulturen zu verbessern. 

Sein Ziel ist es, dass die Menschen in den Unternehmen die best möglichen Arbeitsbedingungen haben. 

Das inspirierte mich, weil ich schon damals fand, dass es absolut sinnvoll ist Arbeitsbedingungen zu verbessern. Immerhin verbringen wir einen erheblichen Teil unserer Lebenszeit damit unseren Lebensunterhalt zu verdienen.

Es dauerte nicht lange da fragte er mich, ob ich Lust habe sein Tutorenteam zu verstärken. 

Das war für mich wie ein kleiner Ritterschlag. Dieser Mensch war, bzw. ist ein „Freidenker“ und ich liebe Freidenker.

Ohne das ich es damals wusste, hat er mich sehr geprägt. Zum einen habe ich viel durch seine Trainerausbildung gelernt. Zum anderen hatte ich ein lebendiges Beispiel dafür, wie man sich von allgemein geltenden Konventionen löst, selbst denkt und zu völlig neuen Lösungen kommt. 

Ich konnte am eigenen Leib erleben wie es ist, Großartiges für andere Menschen zu erschaffen, etwas das ihre Lebensqualität nachweislich verbessert. 

Noch heute spüre ich den Einfluss von Professor Dr. Karl-Klaus Pullig auf mich und meine Arbeit. Vor Kurzem hatte ich die Gelegenheit, ihm meine Dankbarkeit in einem Telefonat auszudrücken.

Nur durch diese intensive Arbeit bei Professor Pullig war ich in der Lage, schon als junger Student in der Erwachsenenbildung tätig zu werden.
In den damals neuen Bundesländern gab es einen großen Nachholbedarf zu den Themen Marketing, Personal- und Organisationsentwicklung.

Auf diese Weise hatte ich die Gelegenheit die Menschen dort zu unterstützen ihr Land wirtschaftlich wieder aufzubauen.
Mit viel Freude daran etwas sinnvolles und gutes zu tun, konnte ich leicht mein Studium finanzieren.

Der Weg wirklich frei zu leben – ist keine Schnellstraße

So frei wie ich als Student gelebt hatte, so sollte es auch nach dem Studium weiter gehen.

Schließlich hatte ich etwas gefunden, dass mich mit Sinn erfüllte und mit dem ich zudem noch gut Geld verdienen konnte. So sah schon damals echter Erfolg für mich aus!

Und doch – ganz offensichtlich brauchte ich noch ein paar tiefgreifende Erfahrungen, noch ein paar Umwege, um meinen eingeschlagenen Weg selbst ausreichend wertzuschätzen.

Nach bestandenem Examen habe ich meinen Weg verlassen und bin in alte, aus der Kindheit und Jugend gewohnte Verhaltensmuster gerutscht.
Tatsächlich habe ich mich bei einem großen Unternehmen beworben, das in der selben Branche wie der Betrieb meines Vaters `unterwegs´ war. Ein Unternehmen, was mir ein sehr gutes Einstiegsgehalt und hervorragende soziale Leistungen bot.

Ich traf eine reine Kopfentscheidung für die Sicherheit in einem großen Unternehmen.

So passierte was passieren musste. Ich fühlte mich nicht wohl in meiner Haut, erkannte keinen Sinn in meiner Tätigkeit. Auch das Geld und die Sicherheit konnten dieses Gefühl nicht übertönen. 

In mir wuchs das Gefühl, dass ich an der falschen Stelle „gelandet“ war und ich möglichst bald etwas anderes tun muss. 

Der Weg den ich eingeschlagen hatte kam mir vor wie eine  Schnellstraße auf der auch viele andere fuhren. Eine Schnellstraße auf der ich nichts zu suchen hatte. 

WARUM? – die Frage der Fragen und Grund für einen neuen Weg jenseits der „Norm

In meinem ersten Urlaub begleitete ich als `Teamer´ eine Jugendreise nach Korsika. Hier wurde mir wieder bewusst, wie viel Spaß es macht und wie sinnvoll es ist junge Menschen zu inspirieren. 

Als ich nach dem Urlaub wieder in meinem Büro saß, kam mir das was ich da tat so überflüssig vor. So stellte ich mir eine wesentliche Frage: „WARUM bin ich hier?“

Hier inspirierte mich nichts und niemand. Hier tauschte ich nur meine wertvolle Lebenszeit gegen Geld.

Ich stellte mir vor, wie es sein wird, wenn ich hier die nächsten Jahre verbringen werde. Dieser Gedanke war unerträglich für mich! 

Dabei ging es nicht um das Unternehmen oder um die Kollegen. Objektiv betrachtet, wie auch aus Sicht meiner Eltern, war alles wunderbar. 

Nur – es passte einfach nicht zu mir. 

Ich wollte erfüllt und inspiriert leben und dazu war ich auf dem für mich falschen Spielfeld „gelandet“. So wie ein Tennisspieler auf einen Fußballfeld nichts zu suchen hat – es passte einfach nicht.

Mir wurde klar, dass ich völlig von meinem Weg abgekommen war. Ich wusste, dass ich radikal etwas verändern muss, um wieder auf meinen Weg zu kommen. 

In der gewohnten Umgebung und damit meine ich Deutschland, würde ich das nicht schaffen.

Viel zu groß sind die Einflüsse um mich herum, das was „normal“ und üblich ist, die Regeln und Normen, die Erwartungen anderer.

Raus aus der gewohnten Umgebung

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, fiel mir der Slogan „willkommen wie bei Freunden“ auf. 

Dazu hatte ich sofort ein gutes Gefühl. Dieser Slogan gehörte zu RobinsonClub, ein Anbieter von Ferienclubs. 

In mir entstand ein Bild: Wie würde es sein, wenn ich einer der Menschen bin, die dafür sorgen, dass die Gäste einen unvergesslichen Urlaub haben. Dieses Bild gefiel mir so sehr, dass ich mich dort bewarb. 

Nach einem intensiven Auswahlverfahren wollte man mich als Jugend- und Sportanimateur für einen RobinsonClub in der Türkei einstellen. 

Mir war klar, dass ein solcher Schritt alles andere war als ein typischer Karriereschritt, so wie es meine Kommilitonen üblicherweise taten.

Doch genau das war es, was ich nicht  wollte – die damals typische Karriere – makellos, gerade, logisch, langweilig. 

Natürlich hielt meine Familie und ein Teil meiner Freunde mich für total bescheuert. Aus ihrer Sicht hatten sie damit vermutlich auch Recht.

Wie kann man einen solchen sicheren und gut bezahlten Job aufgeben, um in einem Ferienclub Spaß mit Urlaubern zu machen?

Wirklich verstehen konnten mich nur die wenigen Menschen, die mich sehr gut kannten. Und genau diese Menschen waren meine Stütze in der Zeit, in der ich meine Leben dermaßen auf den Kopf stellte. 

Natürlich kamen auch in mir hin und wieder heftige Zweifel auf. „Ist das wirklich die richtige Entscheidung?“ Fragte ich mich immer wieder. Und immer wieder bekam ich zwei Antworten: Der Kopf sagte: „lass das sein, wenn Du das tunst, bist Du raus!“. Der Bauch schrie ganz laut: „Jaaa, mach das, das wird super!“ 

Der Bauch schrie so laut, dass ich nicht anders konnte, als auf ihn zu hören.

Bis heute war meinen Entscheidung in den Club zu gehen, eine meiner besten Entscheidungen. Sicherlich habe ich viel weniger Geld verdient als meine Freunde.
Aber ich musste das tun, um mir selbst treu zu bleiben. Geld ist doch auch nur dazu da, sich damit eine gute Zeit zu machen. Wenn man aber schon eine gute Zeit hat, indem man tut was man liebt, wofür braucht man dann noch viel Geld?

Frei als Dienstleister

Der Club befand sich aus meiner Sicht an einem der schönsten Flecken der Erde. Es war dort wie im Paradies. 

Die Zeit dort hat mich – von allem was ich bisher gemacht hatte – am tiefsten und am nachhaltigsten geprägt!

Den ganzen Tag einfach ICH SEIN zu können und dafür sogar noch Geld zu bekommen, war für mich eine unfassbar wertvolle Erfahrung. Das hätte ich mir so nicht einmal erträumen können.

Mit den Jugendlichen konnte ich den ganzen Tag Sport und viel Blödsinn machen und nachts am Strand richtig gute Gespräche führen. 

Abends durfte ich meine Schauspiel- und Gesangskünste auf der Bühne vor einem dankbaren und gut gelaunten Publikum unter Beweis stellen.

Der größte Sinn bestand für mich darin, die Jugendlichen zu inspirieren. 

Jahre später bekam ich noch Briefe, in denen diese Menschen erzählten, wie sehr ich sie positiv beeinflusst habe, das Beste aus sich zu machen.

Unser Team dort war wie eine große Familie. Unsere Gäste lagen uns wirklich am Herzen. Das war der Grund, warum sie regelmäßig wieder kamen und zu einem Teil dieser großen Familie wurden.

Ohne Eigenliebe – keine innere Freiheit

Mag sein, dass es auf den ersten Blick egoistisch wirkt, doch es gab nur eine Erwartung der ich gerecht werden wollte und das war meine Erwartung an mich selbst. 

Vermutlich wusste ich intuitiv, dass ich nur dann für andere da sein kann, wenn es mir selbst gut geht, wenn ich mich so annehme und liebe wie ich bin.

Das ist meine „Elixier“, das ich auf meinem Weg gefunden habe. Etwas, dass zu meinem WARUM gehört und ich als Botschaft in die Welt tragen möchte: Wenn Du selbst glücklich und zufrieden leben willst, dann nimm Dich so an, wie Du bist und schaue, was Du für Dich und andere von Herzen gern tun willst. Vor allem aber: Gehe Deinen eigenen Weg und lasse Dich niemals davon abbringen – niemals!

Und doch, obwohl ich das wusste bin ich Jahre später wieder in die „Falle“ getappt, Zeit gegen Geld zu tauschen. Dazu später mehr.

Freiheit auf dem Wasser

Um wieder in eine `normales´ Leben zurückfinden zu können, habe ich meine Zeit bei Robinson auf eine Saison begrenzt. 

Zurück in Deutschland erfuhr ich von einer neuen touristischen Innovation. Keiner wusste worum es genau gehen sollte. Das machte die Sache für mich besonders interessant. 

Da ich noch keinen Plan hatte was ich tun wollte,  bewarb ich mich bei diesem „Mythos“.

Nach einem bestandenen Assessment wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, bei dem die „Katze aus dem Sack“ gelassen werden sollte. 

Heute ist AIDAcruise zwar nicht mehr das, was wir damals konzipieret haben, aber dennoch mit seinen vielen Schiffen ein fester Bestandteil der Branche.

Das wir den Markt der Kreuzfahrten derart revolutionieren werden, wäre uns damals im Traum nicht eingefallen.

Wir hatten keine Ahnung wie es genau gehen sollte, aber einen festen Glauben daran, dass es funktionieren würde. 

Zu Beginn hatten wir nur eine Vision und unseren festen Glauben an die Sache, mit dem wir die Reisebüros überzeugt  haben.
Wie oft ich für die Idee eines „Clubschiffs“, so wie wir es damals nannten, ausgelacht wurde und wie oft ich aus Reisebüros „rausgeflogen“ bin, weil sie uns für Spinner gehalten haben, kann ich heute nicht mehr zählen. 

Doch der Erfolg hat uns am Ende Recht gegeben! Was uns alle miteinander verbunden hat, war eine Vision, ein WARUM und ein fester Glaube an die Sache. 

Genau das war es auch, was uns erfolgreich gemacht hat. Eine Erfahrung, die mich auch sehr geprägt hat!

Selbständigkeit – mein Weg in die grosse Freiheit – nicht ohne Rückschläge

Um einige wesentliche Erfahrungen und Erlebnisse reicher, konnte ich mit meiner Selbständigkeit an das anknüpfen, was ich als Student begonnen hatte.

Mein Ziel war und ist immer dasselbe: Menschen zu inspirieren das zu tun, was sie selbst inspiriert. 

Von einem Kunden wurde mir angeboten, eine Fabrik für Kristallglas in der Nähe von Cottbus als Interimsmanager zu leiten.
Der finanzielle Anreiz war sehr groß. So kam es, dass ich mir selbst, meinen Prinzipien untreu geworden bin und ein Angebot angenommen habe, das bei genauerem Hinsehen nicht zu mir passte.

Anfangs hat es zwar noch super viel Spaß gemacht, da ich die Unternehmenskultur aktiv mit zum Besseren gestalten konnte.

Doch dann mussten viele sehr große `strukturelle Steine´ aus dem Weg geräumt werden, um das Unternehmen zu retten.

Sicher konnte ich das, doch es kostete mich wahnsinnig viel Energie. Mir war bewusst, dass ich weiter machen musste, damit die Menschen ihre Arbeit behalten konnten. Dieser Gedanke ließ mich über meine Grenzen gehen, so dass ich an den Punkt kam, an dem ich total erschöpft war. 

Ob es ein Burnout war oder es einen anderen Namen für meinen Zustand gab, spielte für mich keine Rolle. Fakt war ich konnte einfach nicht mehr. Meine Energie war auf dem Nullpunkt angelangt. 

Was blieb war der positive Gedanke alles gegeben zu haben, um die Arbeitsplätze zu retten. 

Hinzu kam, dass ich mich in dieser Zeit noch von einem anderen großen Kunden trennte, der nicht mehr zu mir passte.

Über viele Jahre begleitet ich diese Mitarbeiter, bis zum Wechsel des Eigentümers.

Der Eigentümer hatte aus meiner Sicht durch ständige Entlassungswellen, die vorher gute Unternehmenskultur in ein System verändert, das von Angst bestimmt wurde.
Dieser Zustand war für mich nicht mehr erträglich. Das Umfeld, in dem ich Menschen helfen konnte, gab es somit nicht mehr. 

Den Preis des Erfolges dieses Unternehmens zahlten die Mitarbeiter. Ich fühlte mich als Handlager des Eigentümers und das passte absolut nicht zu meinen Werten.
In mir wuchsen Zweifel, ob ich in diesem Konzern-Umfeld überhaupt noch richtig bin. Mein Eindruck war, dass diese Welt sich nur noch darum dreht Profit um jeden Preis zu machen. 

Heute weiß ich, dass diese Unternehmen ihr WARUM verloren haben. Gibt es keinen erlebbaren Sinn mehr, geht es nur noch um Profitmaximierung.

Eines wusste ich genau – da spiele ich nicht mit. Geld verdienen ist total ok, ja sogar notwendig – aber niemals auf Kosten der Menschlichkeit. Geld zu verdienen darf aus meiner Sicht immer nur ein Ergebnis sinnvoller Tätig sein – aber kein Selbstzweck. 

Über Umwege – doch noch zum Ziel

So traf ich eine Entscheidung: Um wieder die Möglichkeit zu haben Menschen zu inspirieren, wollte ich Therapeut für `Psychothemen´ werden.
Eine Freundin überzeugte mich Gestalttherapie zu lernen.
Genau genommen ist Gestalttherapie eine Therapie für gesunde Menschen, die ihre Lebensqualität verbessern wollen. Für mich ist das Wesen der Gestalttherapie die Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen.

Im Wesentlichen lernte ich mit entsprechenden Methoden eine glücklich Beziehung zu mir selbst und zu anderen aufbauen kann.

Eine glückliche Beziehung mit sich selbst zu führen, ist die wesentliche Grundlage für ein erfülltes Leben.
Gelingt das nicht, sind die Beziehungen zu anderen Menschen „belastet“.

Im Laufe meiner fast vier jährigen Ausbildung wurde mir bewusst, dass es vor allem Beziehungen sind, die darüber entscheiden, ob ein Business nachhaltig erfolgreich ist oder nicht.
Es sind die Beziehungen von den Vorgesetzten zu den Mitarbeitern. Es sind die Beziehungen in den Teams. Es sind die Beziehungen von Mitarbeitern zu den Kunden. 

Ein erfolgreiches Business, ist aus meiner Sicht ein ein Business, das wesentlich dazu beiträgt, dass Menschen erfüllt leben.

Das gilt für die Kunden und im selben Maße für die Mitarbeiter und den Inhaber selbst.

Aus meiner Sicht hat ein Unternehmen damit eine andere gesellschaftliche Verantwortung als noch vor 20 oder 30 Jahren. 

Mein Motto: „Business ist für die Menschen da und nicht umgekehrt.“

Heute unterstütze ich vorrangig mittelständische Dienstleister, von einem „Arbeitgeber“, zu einem „FreiRaumGeber“ zu werden.
Auf diese Weise sind Unternehmen wesentlich attraktiver für den Arbeitsmarkt.

Erlebe Jörg Ristau in einer Talkshow zu den Themen Zeit, Stress und Zufriedenheit

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