Über mich

Freiheit leben – mein WARUM, was ich mit Freiheit meine und was ich für Dich tun kann…

Ich erinnere mich noch, als ob es gestern gewesen wäre. Frisch in Paderborn, meinem Studienort angekommen, stand ich mit meinem Auto auf dem Domplatz und hörte im Radio einen Bericht über Psychologie. Dieser Bericht behandelte die Frage, warum wir Menschen so unterschiedlich sind. Es ging auch die Dinge, die unserer individuellen Entwicklung entgegen stehen und – das war für mich ganz wesentlich – dass man diese Dinge verändern kann.
Das fand ich super interessant. Denn eigentlich wollte ich Schauspieler oder Sänger werden, machte dann aber eine Ausbildung zum Industriekaufmann…
Dieser Bericht hat mir die Augen geöffnet. Mir wurde bewusst, dass wir uns jederzeit verändern können – wenn wir es nur wollen. 

Diese Erkenntnis hat mich so fasziniert, dass ich direkt in eine Buchhandlung gegangen bin und mir mein erstes Buch über Psychologie gekauft habe.
Ja, ich wollte mich verändern, war mit mir nicht zufrieden. Allerdings dachte ich, dass ich die Dingen nehmen muss, wie sie sind, da ich eh nichts ändern kann.

Als Scheidungskind, dachte ich oft, dass ich unter anderen Umständen ganz anders geworden wäre. Brennend war ich daran interessiert, wie das ausgesehen hätte. Eines wusste ich schon damals genau: So wie meine Eltern, wollte ich auf keinen Fall leben.

zu Hause ging es eigentlich immer nur um, Geld. Klar weiß ich, dass das notwenig ist Geld zu verdienen, um eine Familie zu ernähren und ein Sicherheitspolster aufzubauen. Doch in meiner Familie dominierte das Thema Geld und Besitz alles andere. Vermisst habe ich die eigentlichen Freuden des Lebens. Das Thema Gesundheit, Zeit mit Freunden zu verbringen, einfach mal zusammen zu SEIN und glücklich zu SEIN kamen viel zu kurz.

Die Tage drehten sich fast nur um die Selbständigkeit, um de Betrieb meines Vaters. Und mein schlimmster Gedanke war, dass ich diesen Betrieb übernehmen sollte, da ich nicht den Eindruck hatte, dass er gern arbeitete.
Mein Studium in Paderborn war vorrangig ein Weg von zu Hause weg zu kommen. So entkam ich der Erwartung meines Vaters, in seine Firma `einzusteigen´.

Meine Studienzeit war wider erwarten besser als gedacht. Nicht weil BWL genau mein Ding gewesen wäre, sondern weil ich so die grosse Freiheit hatte, immer mehr zu mir zu kommen. 

Die „gossefreiheit“ bedeutet der zu werden der ich bin um mein Kernmotiv  zu leben

Das ist für mich die „grossefreiheit“: immer mehr zu dem Menschen zu werden, der man in Wirklichkeit ist – in seiner ganzen Einzigartigkeit.
Mir war klar, wenn ich es nicht schaffe, mit etwas Geld zu verdienen, was mir wirklich Spaß macht, dann werde ich den Betrieb meines Vaters übernehmen müssen.

Mir war aber auch ganz klar, dass mein Leben zu kurz dafür ist, die nächsten 40 Jahre etwas zu tun, an dem ich keine Freude habe. Was ich damals noch nicht wusste, dass es etwas gibt, wie einen `Metaplan´. So einen Metaplan ist so etwas wie eine einzigartige Gabe, die es nur einmal gibt. Mit dieser Gabe ist jeder Mensch ganz individuell auf seine Weise in der Lage die Welt ein bisschen besser zu machen.

Diesen Metaplan, diese Gabe zu finden war für mich ein großes Geschenk. Sie ist der Kern meiner Motivation und bestimmt mein Leben: Ich liebe es, wenn ich für andere Menschen etwas tun kann, dass sie nach der Begegnung mit mir glücklicher sind, als sie es vorher waren, weil sie sich ihrer Selbst, ihrer Stärken bewusster sind.
Das ich auf die Bühne wollte hatte denselben Hintergrund. Es ging dabei nur um mein Publikum. Doch das weiß ich erst heute, da wir unser Leben zwar nach vorn leben, doch erst im Rückblick verstehen. 

Sporttrainier für Jugendliche – der erste `Beruf´ meines Herzens

Eigentlich wollte ich nur einer Kommilitonin zeigen, wie man richtig sprintet. So nahm ich sie mit  in meinen Paderborner Sportverein und wir übten eine Weile auf der Rundbahn.
Als ich am nächsten Tag wieder zum Trainieren in die Sporthalle ging, wurde ich vom Jugendwart angesprochen. Er fragte mich, ob ich es mir vorstellen könnte die Jugendlichen zu trainieren. Als ich wissen wollte, wie er darauf komme, erzählte er mir, dass mich gestern ein paar Leute aus dem Verein beobachtet hatten.
Ihnen gefiel, wie ich der Freundin das Sprinten beigebrachte .und kamen auf die Idee, mich als Jugendtrainer anzuheuern. Die einzige Bedingung war, dass ich zeitnah einen Trainerschein machen müsste.
Obwohl ich vorher nie im Traum daran gedacht hätte, derartiges zu tun, wusste ich intuitiv sofort: das mache ich!
Zu der Zeit hatte ich an der Uni Schauspielunterricht. Da beides zeitlich nicht möglich war, traf ich eine Entscheidung, die meinem Leben eine klare Richtung gab.

Vom Sportplatz in den Hörsaal – der nächste Schritt in die persönliche Freiheit

Jetzt wusste ich, dass ich auf jeden Fall etwas mit Menschen machen will. Das erleichterte mir die Wahl meiner Studienschwerpunkte. So wählte ich Marketing und Organisationsentwicklung. Alle anderen Fächer haben mich nur mäßig interessiert.
Mein Glück war, dass ich einen einzigartigen Professor im Fach Organisationsentwicklung hatte. Er ist noch heute darin aktiv, Unternehmenskulturen zu verbessern. Sein Ziel ist es, dass die Menschen in den Unternehmen die best möglichen Arbeitsbedingungen haben.
Es dauerte nicht lange, da war ich in sein Tutorenteam aufgenommen. Unser Workshopthema war: „menschliche Arbeit im Betrieb“. Das war für mich ein kleiner Ritterschlag, denn dieser Mensch war, bzw. ist ein „Freidenker“ und ich liebe Freidenker.
Ein Beispiel: Als wir in seinem Garten feierten, fragte ich ihn, warum er sein Unkraut nicht weg macht. Seine Antwort war, dass er kein Unkraut sehe. Er sehe nur Planzen und ob man die mag oder nicht liege im Auge des Betrachters.
Ohne, dass ich es damals wusste, hat er mich sehr geprägt. Zum einen habe ich viel gelernt, da ich ein Art Trainerausbildung bei ihm bekam und zum anderen hatte ich ein lebendiges Beispiel dafür, wie man sich von allgemein geltenden Konventionen lösen kann um selbst zu denken. Denn nur so ist man in der Lage, Dinge für die Menschen zu verbessern. Noch heute spüre ich seinen Einfluss auf mich. Vor Kurzem haben wir sogar telefoniert und ich konnte ihm meine Dankbarkeit ausdrücken. Sein Name: Professor Dr. Karl-Klaus Pullig.

In der zeitlichen Folge meines Studium, trainierte ich weiterhin die Jugendlichen und leitete an der Uni als Tutor Workshops.
Später kam dann noch die Möglichkeit hinzu, in die Erwachsenenbildung `einzusteigen´. In den neuen Bundesländern gab es einen großen Nachholbedarf an Wissen zu den Themen Marketing- und Organisationsentwicklung.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass mein Studium `nebenbei´ lief und ich `hauptberuflich´ Trainer war.
Dankbar bin ich auch dafür, dass ich dieses große Glück hatte, etwas gern zu tun und damit ausreichend Geld verdienen konnte, problemlos mein Studium zu finanzieren.

Über den großen Teich – ein weiteres Stückchen Freiheit

Im Rahmen eines USA Austauschprogramms konnte ich zwischenzeitig an der „Illinois State University“ in Normal unweit von Chicago studieren.
Als Kind hatte ich gern die alten Doris Day Filme gesehen. Bei meiner Gastfamilie angekommen, fühlte ich mich wie in einem dieser alten Filme. Um mich herum eine heile Welt mit den kleinen typisch amerikanischen Häuschen. In diesen Häusern  lebten die heilen Familien und alles war so geordnet wie in den Filmen.
Meinen Studienkollegen aus Paderborn bekamen von ihren Gastfamilien deren Zweitwagen gestellt. Meine Familie gab mir ein Fahrrad, mir dem ich brav zur Uni fuhr. Nachmittags wurde auf dem Golfplatz der Uni Golf gespielt und abends ging es gemeinsam mit Studienfreunden in den Pub um ein bis X Biere zu trinken. Da erwies sich mein Fahrrad regelmäßig als sehr praktisches Fortbewegungsmittel.
Ab und zu gönnten wir uns einen Ausflug in die große Stadt. In Chicago sahen wir uns Footballspiele im Wrigleystadion an und zogen anschließend durch die Clubs. Insgesamt war es eine wichtige und echt coole Zeit.
Amerika löste bei mir den Wunsch aus, noch viel mehr von der Welt kennen zu lernen. Es war einfach klasse diese vielen unterschiedlichen Menschen kennen zu lernen. Auch an unserer Uni gab es die unterschiedlichsten Kulturen, alle auf unserem Campus und abends im Pub vereint. 

Der Weg wirklich frei zu leben – ist keine Schnellstraße

So frei wie ich als Student gelebt hatte, so wollte ich weiterhin leben.
Was ich meine ist die Freiheit, der zu sein, der ich in Wirklichkeit bin. Aus meiner Sicht ist es das wichtigste, was man in seinem Leben erreichen kann. Wie sonnst kann echter Erfolg aussehen?
Viele Menschen passen sich aus meiner Sicht viel zu früh einfach ihrer Umgebung an, um akzeptiert zu werden. Sie machen sich nicht die Mühe ihren Metaplan, ihre einmalige Gabe zu entdecken und zu nutzen, um auf diese Weise anerkannt zu sein. Vielleicht fehlt ihnen der Mut oder der Glaube an sich selbst, oder sie sind schlichtweg zu bequem.

Auch ich brauchte ganz offensichtlich noch ein paar Erfahrungen, noch ein paar Umwege, um für mich selbst diese Art von Freiheit nachhaltig fühlen zu können.

Nach bestandenem Examen bin ich, warum auch immer, in alte, aus der Kindheit und Jugend gewohnte Verhaltensmuster gerutscht.
Tatsächlich habe ich mich bei einem großen Unternehmen beworben, das in der selben Branche wie der Betrieb meines Vaters `unterwegs´ war. Ein Unternehmen, was mit ein sehr gutes Einstiegsgehalt und hervorragende soziale Leistungen bot. Offensichtlich brauchte ich diese Erfahrung, um zu erkennen, dass man darauf kein glückliches Berufsleben aufbauen kann. Scheinbar gab es in mir den Impuls den vermeintlich einfacheren Weg zu gehen. Dieser Weg war wie eine Schnellstraße, auf der auch zig andere fuhren. Darum war es auch `normal´, so etwas zu tun.
Für meinen Vater war es ein Schritt in die 
richtige Richtung. So erhoffte er sich, dass ich im nächsten Schritt bei ihm einsteigen würde.

WARUM? – die Frage der Fragen und Grund für einen neuen Weg jenseits der „Norm

In meinem ersten Urlaub habe ich als `Teamer´ eine Jugendreise nach Korsika begleitet – zum Glück. Als ich danach wieder in meinem einsamen Büro am Ende des Ganges saß, stellte ich mir eine wesentliche Frage: „Was mache ich hier eigentlich und WARUM?“

Als ich auf diese Fragen keine sinnvolle Antwort fand, stellte ich mir vor, wie es sein wird, wenn ich hier die nächsten Jahre verbringen werde. Diese Vorstellung war schrecklich! Weder die Aufgabe, noch das Team waren so, wie ich es mir gewünscht hätte. „Selbst Schuld“ dachte ich mir und entschied, diesen Zustand so schnell wie möglich zu beenden. 

Mir war klar, dass ich in der gewohnten Umgebung und damit meine ich Deutschland, keinen klaren Kopf bekommen werde. Viel zu groß sind die Einflüsse um mich herum, die Regeln und Normen, die Erwartungen anderer.

Um es kurz zu machen: ich bewarb mich bei Robinson Club, bestand das Auswahlverfahren und ging als Jugend- und Sportanimateur in die Türkei. Vermutlich befand sich der Club an einem der schönsten Flecken der Erde überhaupt. 

Die Zeit dort hat mich von allem was ich bisher gemacht hatte, am meisten geprägt: Den ganzen Tag einfach ICH SEIN zu können und dafür sogar noch Geld zu bekommen, war für mich eine unfassbar wertvolle Erfahrung. 

Mit den Jugendlichen konnte ich den ganzen Tag Sport machen und nachts am Strand auch tiefergehende Gespräche führen. Abends durfte ich meine Schauspiel- und Gesangskünste unter Beweis stellen. Unser Team war wie eine große Familie und unsere Gäste kamen regelmäßig wieder und wurden ein Teil dieser großen Familie.
Vermutlich war es die Kombination aus allen Tätigkeiten dort, die mich so zufrieden sein ließ. Denn egal was ich tat, es diente immer dazu, meinem „Metaplan“ folgen und Menschen glücklich zu machen. 

Auch wenn es vielleicht einfach klingt, auf dem Weg dorthin gab es eine Menge an inneren und äußeren Widerständen, die ich überwinden musste.
Schließlich bin ich komplett aus der Norm ausgebrochen. Die Erwartungen, die mein Umfeld, wie Eltern Freunde, Arbeitskollegen, an mich gestellt hatten, wollte ich nicht erfüllen. 

Ohne Eigenliebe – keine echte Freiheit

Mag sein, dass es auf den ersten Blick egoistisch wirkt, doch es gab nur eine Erwartung der ich gerecht werden wollte und das war meine Erwartung an mich selbst. Vermutlich wusste ich intuitiv, dass ich nur dann für andere da sein kann, wenn es mir selbst gut geht, wenn ich mich so annehme und liebe wie ich bin.

Das ist meine Art „Elixier“, das ich auf meinem Weg gefunden habe. Etwas, dass ich als Botschaft in die Welt tragen möchte: Wenn Du selbst glücklich un zufrieden leben willst, dann nimm Dich so an, wie Du bist und schaue, was Du für andere von Herzen gern tun willst und kannst. Vor allem aber: gehe Deinen eigenen Weg und lasse Dich niemals davon abbringen!

Und doch, obwohl ich das wusste bin ich Jahre später wieder in die „Falle“ getappt, Zeit gegen Geld zu tauschen, um Sicherheit zu bekommen. Dazu später mehr.

Nach der Zeit bei Robinson Club hat es mit super viel Spaß gemacht, ein tolles Produkt mit zu entwickeln. Es gab die Chance dabei zu sein, Urlaub auf See in lockerer und vergleichsweise günstiger Weise einer breiteren Zielgruppe zu ermöglichen. Üblich war bis dahin die klassische Kreuzfahrt, die man meist erst als Rentner unternommen hat.
Heut ist AIDAcruise mit seinen vielen Schiffen nicht mehr weg zu denken. Das wir den Markt der Kreuzfahrten derart revolutionieren werden, wäre uns damals im Traum nicht eingefallen.
Wir hatten keine Ahnung, aber einen festen Glauben daran, dass es funktionieren würde. Wie oft ich für die Idee eines Clubschiffs ausgelacht wurde und wie oft ich aus Reisebüros rausgeflogen bin, weil sie uns für Spinner gehalten haben, kann ich heute nicht mehr zählen. Doch der Erfolg hat uns am Ende recht gegeben!

Meine Neugier hat mich immer weiter getrieben. Bevor ich mich zu Beginn der 2000er Jahre selbständig machte, konnte ich noch zwei weitere Unternehmenskulturen aus der Sicht eines Angestellten erleben und so wertvolle Erfahrungen machen.

Selbständigkeit – mein Weg in die grosse Freiheit – nicht ohne Rückschläge

Mit meiner Selbständigkeit konnte ich, um einige wesentliche Erfahrungen und Erlebnisse reicher, an das anknüpfen, was ich als Student begonnen hatte.
Meine Aufgabe bestand vor allem darin, Menschen zu unterstützen, entweder das zu finden, was sie lieben, oder ich unterstütze sie dabei das zu leben was sie tun. Mein Ziel war und ist immer dasselbe: den Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, ein glücklicheres, ein erfolgreicheres Leben zu ermöglichen. 

Nach einem erfolgreich Abgeschlossenem Projekt bei einem Kunden in den neuen Bundesländern, folgte eine große Versuchung. Mir wurde angeboten, eine Fabrik für Kristallglas in der Nähe von Cottbus als Interimsmanager, für eine bestimmte Zeit, zu leiten.
Der finanzielle Anreiz war so groß, dass ich mir selbst, meinen Prinzipien untreu geworden bin und das Angebot angenommen habe. Und das, obwohl ich intuitiv ahnte, dass die Aufgabe nicht zu mir passt.

Anfangs hat es noch super viel Spaß gemacht, da ich die Unternehmenskultur aktiv mit zum Besseren gestalten konnte.
Doch dann mussten viele sehr große Steine aus dem Weg geräumt werden…
Sicher konnte ich das, doch es kostete mich so viel Energie, dass den Punkt kam, an dem ich megamäßig erschöpft war. Ob es ein Burnout war, oder es einen anderen Namen für meinen Zustand gab, spielte für mich keine Rolle. Fakt war, ich konnte einfach nicht mehr. Meine Energie war auf dem Nullpunkt angelangt. 

Das viele Geld, was ich im Laufe der Zeit angesammelt hatte, wurde schnell wieder aufgebraucht. Der Grund war meine Unfähigkeit überhaupt noch einen klaren Gedanken zu fassen. Die Erschöpfung war einfach zu groß!

Hinzu kam, dass ich mich in dieser Zeit noch von einem anderen großen Kunden trennte. Über viele Jahre begleitet ich die Mitarbeiter dort, bis zum Wechsel des Eigentümers.
Dieser Eigentümer hat aus meiner Sicht durch ständige Entlassungswellen, die vorher gute Unternehmenskultur in ein System verändert, das von Angst bestimmt wurde.
Dieser Zustand war für mich nicht mehr erträglich. Das Umfeld, in der ich den Menschen helfen konnte, gab es nicht mehr. Rein wirtschaftlich wurde das Unternehmen zunächst immer erfolgreicher. Den Preis dafür zahlten aber die Mitarbeiter. Ich fühlte mich als Handlager des Eigentümers und das passte absolut nicht zu meinen Werten.
In mir wuchsen Zweifel, ob ich in diesem Konzern-Umfeld überhaupt noch richtig bin. Mein Eindruck war, dass diese Welt sich nur noch darum dreht, das irgendwelche reichen Menschen noch reicher werden. Und eines wusste ich genau – da spiele ich nicht mit. Geld verdienen ist total ok, ja sogar notwendig – aber niemals auf Kosten der Menschlichkeit.

Über Umwege – doch noch zum Ziel

So traf ich eine Entscheidung: Um wieder die Möglichkeit zu haben Menschen glücklicher zu machen, wollte ich Therapeut für `Psychothemen´ werden.
Eine Freundin überzeugte mich Gestalttherapie zu lernen. Da ich schon NLP Master war, passte das gut zusammen. Viele Methoden im NLP  stammen aus der Gestalttherapie.
Genau genommen ist Gestalttherapie eine Therapie für gesunde Menschen, die ihre Lebensqualität verbessern wollen. Für mich ist das Wesen der Gestalttherapie die Verbesserung der Beziehungen eines Menschen.
Im Wesentlichen lernte ich wie ich eine glücklich Beziehung zu mir selbst und zu anderen aufbauen kann.
Denn: Die Qualität der Beziehungen zu anderen Menschen wird immer von der Beziehung zu sich selbst bestimmt.
Nur wer eine glückliche Beziehung zu sich hat, ist in der Lage glücklich Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. 

Auch wenn es vielleicht einfach klingt, ist es aus meiner eigenen Erfahrung die vielleicht größte Herausforderung im Leben eines Menschen, eine glückliche Beziehung mit sich selbst zu führen.
Gelingt das nicht, sind immer die Beziehungen zu anderen „belastet“.
Der Grund: man erwartet (meist unbewusst) von den anderen, einem das `Glück´ zu geben, was man in sich selbst nicht findet. 

Im Laufe meiner fast vier Jährigem Ausbildung wurde mich bewusst, dass es vor allem die Beziehungen sind, die darüber entscheiden, ob ein Business nachhaltig erfolgreich ist oder nicht. Es sind die Beziehungen von den Vorgesetzten zu den Mitarbeitern. Es sind die Beziehungen in den Teams. Es sind die Beziehungen von den Mitarbeitern zu den Kunden.
Und wo beginnen diese Beziehungen in einem Unternehmen? Sie beginnen vor allem in einem Mittelständischen Unternehmen bei der Beziehung die der Inhaber zu sich selbst hat. Der Inhaber prägt damit die Unternehmenskultur. Er entscheidet, ob eine Kultur von Vertrauen oder von Misstrauen geprägt ist.
Diese Tatsache ist der Grund dafür, dass ich immer zuerst mit den Inhabern eines Unternehmen zusammenarbeite.
Ein erfolgreiches Business, ist aus meiner Sicht ein ein Business, das Menschen glücklicher macht.
Das gilt nicht nur für die Kunden sonder im selben Maße auch für die Mitarbeiter und den Inhaber selbst.

Mein Motto wurde: „Business ist für die Menschen da und nicht umgekehrt.“

So entschloss ich mich, wieder ins Businessleben zurück zu kehren, weil ich dort am meisten bewirken kann. 

Eigentlich ist die Formel ganz einfach: glückliche Menschen = erfolgreiches Business. 

Wer es mit seinem Business schafft, das Leben von Menschen ein bisschen besser zu machen, der macht die Welt ein bisschen besser. Auf diese  Weise wird er um einen finanziellen Erfolg nicht herumkommen. Vorausgesetzt, er oder sie denkt auch in einem notwendigen Maße unternehmerisch. 

Mein LebensFazit, mein WARUM und das was ich Dir ans Herz lege: 

  1. Mache einen Unterschied
    Stell Dir mal bitte ein Maßband vor. Dieses Maßband ist 80cm lang. Jeder Zentimeter steht für eines Deiner Lebensjahre (wir werden durchschnittlich 80 Jahre alt). Nun reiße gedanklich dieses Maßband dort in zwei Hälften, wo Du Dein Alter findest. Die erste Hälfte kannst Du direkt weg werfen, da die Zeit unwiederbringlich abgelaufen ist.
    Nun schaue auf die zweite Hälfte wieviel Zentimeter sind noch übrig? So viele oder wenige jJahre hast Du noch vor Dir.
    Bitte nimm Dir etwas Zeit und überlege Dir, was Du mit Deinen restlichen Lebensjahren „anstellen“ willst. Wie willst Du in der Zeit leben? Was willst Du erleben?
    Willst Du so weiter mache wie bisher, oder willst Du DEIN ABENTEUER LEBEN in vollen Zügen (nicht DB) auskosten?
    Egal wie Du Dich entscheidest – fange sofort damit an. Du stirbst in jedem Fall! Die Frage ist nur, was Du bis dahin mit Deinem Leben anstellen wirst.
    Jeder von uns hat etwas Einmaliges, eine Gabe, etwas das wir anderen Menschen geben können, um so die Welt ein bisschen besser zu machen. Finde Deine Gabe!!
    Positioniere Dich in Deinem Leben mit Deiner Gabe, etwas wofür Du stehst, was Dir am Herzen liegt.
  2. Ziele mit Deiner Vision auf Deine Traumkunden und Traummitarbeiter
    Wir haben immer Beziehungen zu anderen Menschen. Du kannst entscheiden, welche Menschen um Dich herum sein sollen (mach Dir keine Gedanken, es gibt Milliarden von Menschen auf der Welt – da sind mit Sicherheit auch die passenden für Dich dabei).
    Etscheide als Unternehmer ganz bewusst, mit welchen Mitarbeitern und Kunden Du Dein Business gestalten willst.
    Dazu entwickle Deine Vision von Deiner Zukunft.
    Bitte tue das für Dich ganzheitlich, da Deine Arbeit nur eine Deiner 5 Lebenssäulen ist. Deine anderen Lebenssäulen sind: Deine Gesundheit, Deine Familie und Freunde, Dein ICH, Deine Hobbys.
    Damit Dein Leben stabil ist, MÜSSEN mindestens drei dieser Säulen stabil sein.
  3. Ziehe Menschen in Deinen Bann
    Was nutzt es, wenn Du die Welt ein bisschen besser machen kannst und willst, aber niemand davon weiß?
    Darum gehe auf die Bühne und ziehe Menschen in Deinen Bann.
    Du hast Angst vor der Bühne? Dann ist Deine Mission oder Vision zu klein!
    Arbeite so lange an Deiner Mission oder Vision, bis sie so groß ist, dass sie Dich förmlich auf die Bühne zieht!
    Mache Dir vor allem keine Gedanken, darum perfekt auf der Bühne zu sein!
    Wer eine echte Botschaft hat, der braucht keinen „Firlefanz“, um möglichst toll oder perfekt auf der Bühne zu wirken. Ganz im Gegenteil, je authentischer, desto besser – auch wenn irgendwelche angeblichen Gurus etwas anderes behaupten.
    Finde Deinen ganz eigenen Stil etwas zu präsentieren oder vorzutragen und – MACH ES!
    Von Herzen wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg dabei!

Erlebe Jörg Ristau in einer Talkshow zu den Themen Zeit, Stress und Zufriedenheit

Ristau Profil