…mehr: WAS wir tun

In Zeiten globaler Märkte, digitaler Transformation, globaler Märkte und politischer Unsicherheiten kann niemand voraussagen, was morgen sein wird. 

Die einzige Sicherheit die es zukünftig geben wird, ist ein starkes WIR. Menschen die untereinander starke Beziehungen pflegen. Menschen, die gemeinsam auf ein großes Ziel hinarbeiten – weil sie ein gemeinsames WARUM haben das sie emotional verbindet.

Wie wichtig das WARUM für den Erfolg eines Unternehmen in unsicheren Zeit ist, zeigt das folgende Beispiel der Firma Harley Davison:
Harley Davidson wurde von zwei Freunden gegründet, die mit ihren Motorrädern das Gefühl von Freiheit ausdrücken wollten.
Dazu sollten die Motorräder einen ganz besonders satten Sound haben.

Irgendwann ging den beiden das Geld aus. So wurde das Unternehmen an einen anderen Motorradhersteller verkauft.
Dieser Motorradhersteller schaffte es nicht, die Marke erfolgreich zu machen.

Wie konnte das passieren?

Die neuen Eigentümer wollten einfach nur Motorräder verkaufen. Aber im Vergleich zu anderen Motorrädern waren diese Maschinen zu teuer.

So übernahmen die ursprünglichen Mitarbeiter als neue Inhaber die Marke und gaben ihr das zurück, was sie ausmachte – ihr WARUM.
Von da an verkauften sie keine Motorräder mehr sondern das Gefühl von Freiheit – das Motorrad gab es quasi kostenlos dazu.

Was haben sie besser gemacht?

Die Mitarbeiter wussten noch worauf es wirklich ankommt. Es ist nicht das Produkt, in diesem Fall das Motorrad. Viel wichtiger und wertvoller ist das Lebensgefühl, das die Kunden mit kaufen. Das Gefühl, die Emotion stellt den eigentlichen Wert da.
Weil die Mitarbeiter selbst die größten Fans der Marke sind, können sie dieses Lebensgefühl auch am besten rüberbringen.

An diesem Beispiel wird schnell klar, warum die Beziehungen, bzw. die Beziehungsfähigkeit der Mitarbeiter, den wahre Wert eines Unternehmen darstellen.
Natürlich war das schon immer so, doch in den aktuellen Zeiten ist es noch wichtiger und wertvoller. 

Am besten sind die Mitarbeiter immer dann, wenn ihre Arbeit für sie eine echte Herzensangelegenheit darstellt. 

Schaut man sich die Untersuchungen von Gallup an, ist das nur selten der Fall. Hierzu gibt es einen interessanten Artikel der Wirtschaft Woche.
Die jährlich durchgeführten Studien von Gallup sind der Beweis: Seit vielen Jahren liegt die emotionale Bindung der Mitarbeiter auf einem durchgängig  – aus unserer Sicht – viel zu niedrigen Wert. 

Konkret bedeutet das, dass von je 100 Beschäftigten in einem durchschnittlichen Unternehmen: 

15 Mitarbeiter eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber haben.
Diese Menschen stehen morgens auf und freuen sich auf den Tag und ihre Aufgaben. Sie sind engagiert und verantwortlich. Sie wollen erfolgreich sein, damit das Unternehmen erfolgreich ist. Ihre Energielevel ist hoch.

69 Mitarbeiter eine niedrige emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber haben.
Diese Menschen stehen morgens auf und hoffen, dass der Tag trotzdem angenehm wird. Wenn Feierabend ist, gehen sie schnell nach Hause um den Rest des Tages zu genießen. Sie haben ein mittelmäßiges Energielevel.

16 Mitarbeiter überhaupt keine emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber haben.
Diese Menschen stehen morgens auf und überlegen, ob sie vielleicht doch lieber krank sind. An ihrem Arbeitsplatz versuchen sie so gut es geht Arbeit zu vermeiden. Sie leben nur für den Feierabend, für das Wochenende und für ihren Urlaub. Den Rest der Zeit empfinden sie als Qual. Innerlich haben sie schön längt gekündigt. Ihr Energielevel ist gering. 

Weiche Faktoren zahlen sich in harter Münze aus.

Identifizieren sich Menschen nicht mir ihrem Arbeitgeber, ist das schlecht für die Organisationen, da sie dadurch bares Geld verlieren. Außerdem wirkt es sich negativ auf die Lebensqualität der Mitarbeiter aus. 

Die gesamte Arbeitswelt befindet sich im Wandel – New Work das Stichwort.

Aktuelle und zukünftige Herausforderungen sind zu komplex und zu schnell, als das sie von einigen wenigen Führungskräften gemeistert werden können. 

Gefordert ist die „Schwarminteligenz“ eines starken WIR. 

Zudem haben immer mehr Menschen den Anspruch etwas Sinnvolles gestalten zu können. Ihre Lebenszeit ist ihnen zu wertvoll, anstatt sie lediglich gegen Geld zu tauschen. 

Der Wechsel von Mitarbeitern ist in doppelter Hinsicht eine Herausforderung

Zum einen kostet es sehr viel Geld einen neuen Mitarbeiter zu finden und einzuarbeiten. Zum anderen verliert eine Organisation mit jedem Mitarbeiter der geht Erfahrung, Fachwissen und persönliche Kontakte.  

Hinzu kommt, dass sich ein Weggang negativ auf das Betriebsklima auswirkt. Ein Team muss sich neu finden. Es dauert bis das Team wieder in der Lage ist die volle Leistung zu geben. 

Das Institut Gallup hat errechnet, dass ein Unternehmen im Schnitt das 1,5 fache eines Jahresgehaltes des gehenden Mitarbeiters aufwenden muss, um wieder die gleiche Leistung zu bekommen. 

Das ist es, was es kostet, wenn kein Geld für die Bindung von Mitarbeitern investiert wird.
Es gilt: Je mehr sich ein Mensch mit dem Unternehmen für das er arbeitet verbunden fühlt, desto treuer ist er. 

Die emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen ist entscheidend für den Erfolg sowie die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit verantwortlich. 

Die Ursache dafür liegt in den meisten Fällen darin, wie die Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern umgehen. 
Schlechte Führungskräfte machen aus motivierten Menschen Verweigerer, sobald sie deren emotionalen Bedürfnisse über einen längeren Zeitraum missachten. 

Bei Unternehmen in denen sich die Mitarbeiter identifizieren, ist die Produktivität um 20% und die Rentabilität um 21% höher als bei Unternehmen, in denen es nur eine geringe Identifikation gibt. 

So lange eine Führungsaufgabe lediglich als Karriereschritt gesehen wird, wird es Führungskräfte geben, die dafür kein Talent besitzen und so dem Unternehmen und den Menschen erheblichen Schaden zufügen. 

Die emotionale Bindung von Mitarbeitern ist weder ein Selbstzweck, noch ein Kuschelkurs!

Identifizieren sich Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen, zahlt sich das immer für den Unternehmer aus.

Zurück zu WAS wir tun